Schimmelgefahr über Deutschland

Geschrieben von Jürgen Jörges am 04.12.2019

Der Winter ist da und nach den heißen Sommertagen umgibt uns wieder diese Eiseskälte. Schnee, Regen, Sturmböen, es wird einfach ungemütlich. Dieses, nennen wir es einfach mal „Mistwetter“, mit viel Feuchtigkeit und gemäßigten Temperaturen sorgt in unseren Wohnungen für Schimmelbefall und reichlich Problemen bei Mietern und Vermietern.
Vor diesem ungemütlichen nassen und kalten Wetter wollen wir uns schützen, bleiben am liebsten Zuhause und lassen Türen und Fenster geschlossen. 


Dass wir dabei unsere eigene Gesundheit auf´s Spiel setzen und gefährden, ist den Meisten gar nicht bewusst. Der Drang, sich vor der Kälte durch geschlossene Fenster zu schützen, stellt sich jedoch als großer Fehler heraus.


Ein falsches bzw. ungenügendes Lüften ist einer der größten Fehler, die ein Nutzer einer Wohneinheit machen kann. Unbeachtet schleicht sich die Gefahr der hohen Luftfeuchtigkeit in unsere Wohnungen. Der Grund ist in den physikalischen Grundlagen zu finden. Warme Luft, kann viel mehr Feuchtigkeit in sich aufnehmen als kalte Luft. Das Geheimnis liegt also in der Speicherfähigkeit von Wasser in der Luft. Die Speicherfähigkeit der Luft ist also abhängig von den Umgebungstemperaturen. Daher ist eine warme Luft einer Wohnung immer mit mehr Feuchtigkeit angereichert, als die kalte Außenluft und das sogar wenn es in Strömen regnet. 

Die hohe Feuchtelast in der Raumluft kondensiert dann an den kalten Bauteiloberflächen der Außenwände, an den Fensterleibungen und an den Anschlüssen der Außenecke zur Decke, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gerade an diesen kalten Tagen sind diese Stellen gefährdet. Damit an den schönen Wänden kein Schimmel entsteht, muss entsprechend oft das Fenster aufgemacht werden. Wenn wir von Fenster aufmachen sprechen, dann muss das Fenster auch aufgehen, denn durch ein gekipptes Fenster kann nicht der erforderliche Luftaustausch erfolgen. Beim Stoßlüften führen wir nicht nur die Feuchtigkeit nach außen ab. Die verbrauchte mit Kohlendioxid angereicherte Luft wird durch frische sauerstoffhaltige Luft ausgetauscht.
Die Gefahr für Schimmelbefall in unseren Wohnungen kommt daher nicht von außen, sondern wir produzieren die Feuchtigkeit selbst. Das nass-kalte Wetter hält uns jedoch von einem ausreichenden Luftaustausch  ab.

Ein sicheres Anzeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt sich an den Fensterscheiben erkennen. Wenn die Isolierglasscheiben beschlagen sind und sich dort Feuchtigkeit angesammelt  hat, ist es schon längst Zeit gewesen, um ein Fenster zu öffnen.
In Altbauten ist es daher empfehlenswert bei 20°C Raumtemperatur unter 50 % Luftfeuchtigkeit zu bleiben.

Fazit:
Auch an kalten Tagen mehrmals Stoßlüften. …und an den Weihnachtsfeiertagen, wenn die ganze Familie zu Hause ist, darf das Fenster auch gerne ein- bis zweimal mehr geöffnet werden. 

 

Lesen Sie auch: Was ist die richtige Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

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