Wasserschaden oder Kondensat?

Was tun, wenn das Wasser aus der Wand läuft?

Geschrieben von Jürgen Jörges am 25.01.2019

Wenn das Wasser die Wand herunterläuft, dann liegt der Verdacht sehr nahe, dass ein Wasserschaden das Gebäude beeinträchtigt. Woher kommt die Undichtigkeit. Das Wasser läuft vom Deckenanschluss Richtung Boden. Das Dach könnte dafür verantwortlich sein. Wenn die betroffene Wohnung jedoch in einem mehrstöckigen Gebäude liegt und sich noch einige Wohnungen darüber befinden, fällt der Gedanke einer Beschädigung am Dach sehr schwer.

  • Ansicht der Wandfläche mit 3 Wasserschäden
  • Die Wasserspuren erscheinen wie Kopien

Da an der Fassade auch keinerlei Auffälligkeiten zu sehen sind, darf ich das Mysterium lösen. Die Spuren der herablaufenden Flüssigkeit sind mehr als deutlich zu sehen und jede Madonna Statue wäre schon heilig gesprochen worden bei der Vielzahl an Tränen, die auf der Wandfläche herablaufen.
Auffällig ist, dass sich mehrere Stellen im Raum befinden, an denen sich das Phänomen des herablaufenden Wassers zu erkennen sind. Der Abstand zwischen diesen Stellen ist zudem noch auffallend gleichmäßig.

  • Der gleichmäßige Abstand zueinander macht stutzig
  • Sehr deutlich sind die Wasserspuren erkennbar

Fest steht, von Zauberhand läuft kein Wasser aus der Decke. Wenn es nicht aus dem Bauwerk kommt, dann muss es zwingend nutzerseitig entstehen. Es handelt sich also um Feuchtigkeit, die aufgrund von Kondensatbildung entsteht. Warum dies jedoch nur punktuell an bestimmten Stellen passiert, lässt sich schnell mit einer Thermografie-Kamera überprüfen. 

  • Thermografieaufnahme der Spot (Messpunkt) liegt auf der Wandfläche
  • Thermografieaufnahme der Spot (Messpunkt) liegt im Bereich des Mangels

Ein Temperaturunterschied von über 5°C  zwischen den auffälligen Bereichen und der restlichen Wand ist deutlich zu erkennen und macht stutzig.

Hammer und Meißel helfen bei des Rätsels Lösung.

  • Schon nach wenigen mm Putzschicht kommen Rohre zum Vorschein.
  • Sie ragen durch das Mauerwerk und sind nicht vollständig verschlossen

Ein paar Schläge und schon nach kurzer Zeit sind Rohre sichtbar geworden, die durch die Mauer durchgesteckt sind. In diesem Bereich kann man in die Rohre den Meterstab über 15 cm tief in das Mauerwerk einstecken. Diese Rohre sind auf die Errichtung des Gebäudes zurückzuführen. Sie dienten zum Verschrauben und Befestigen der Verschalung. In unmittelbarer Umgebung dieser Rohre ragt der Beton bis zur Putzbeschichtung. Eine Dämmung dieser Fläche mit Heraklit und Styropor ,wie im Anschluss erkennbar, ist nicht erfolgt.

  • Unterhalb der Rohre ist eine Heraklitplatte mit Polystyrol vorhanden

Durch diese Situation ist klar erkennbar, dass der Temperaturunterschied in den kalten Jahreszeiten aufgrund eines Baumangels zurückzuführen ist.

Dem Bewohner kann aufgrund der baulichen Gegebenheit kein Verschulden angelastet werden.

Mein Tipp:
Wer Sachverhalte richtig aufgedeckt und geklärt haben möchte, sollte sich dabei von einem Sachverständigen unterstützen lassen. 

 

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  1. Telefon: 06103 – 69611

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