Wie gefährlich sind Schimmelpilze und was kann ich dagegen tun?

Eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt wird ist:

„Kann mich der Schimmelbefall krank machen?“

Geschrieben von Jürgen Jörges am 10.02.2018

Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Letztendlich ist ein schimmelfreies Leben nicht möglich. Schimmelsporen sind ein fester Bestandteil in unserer Natur und es gibt keine sporenfreie Luft.  Das Umweltbundesamt schreibt in seinem Schimmelpilzleitfaden, dass eine Feststellung einer Schimmelpilzquelle im Innenraum nicht mit einer aktuellen Gefahr  für den Raumnutzer gleichzusetzen ist.

Das Ausmaß der Gefahr ist dabei abhängig von der Größe des Befalls und von der Empfindlichkeit des Raumnutzers.

In der Regel kann man sagen, je kleiner der Schimmel ist, desto geringer ist die Gefahr. An dieser Stelle möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass es nicht die Aufgabe eines Bausachverständigen ist, die gesundheitliche Beeinträchtigung für den Bewohner festzustellen bzw. herauszuarbeiten. Dieses komplexe Thema darf gerne aus medizinischer Sicht betrachtet und gelöst werden. Der Ansatz für einen Sachverständigen vor Ort ist wesentlich einfacher.

Ein Schimmelbefall hat in Wohnräumen nichts zu suchen und ist daher zu beseitigen.

Dabei ist es egal, ob er groß, klein, grün oder schwarz ist. Ein Schimmelbefall in Innenräumen ist als ein hygienisches Problem zu betrachten und ist dementsprechend nicht hinzunehmen, so lautet die Aufforderung des Umweltbundesamtes. 

Eine fachgerechte Sanierung beginnt dabei immer mit einer Ursachenforschung, um zu klären, woher der Schimmel seine Grundlage für sein Wachstum erhält. Für eine dauerhafte Schimmelsanierung ist daher als erstes die Ursache für das Schimmelwachstum zu beseitigen. Erst danach kommt der eigentliche Befall an die Reihe.

Vielleicht betrachten wir die Situation einmal von einer anderen Seite. Die Gefahr für eine Aufnahme von Mykotoxine (Schimmelpilzgifte = sekundäre Stoffwechselprodukte aus Schimmelpilzen) durch die Raumluft ist deutlich geringer, als die Aufnahme durch einen Schimmelbefall auf einem Lebensmittel, das unbewusst verzehrt wird.
Des Weiteren reden wir immer über die Gefahr durch den Schimmelpilz und vergessen dabei, dass sich an einer feuchten Wand neben dem Schimmel, Bakterien, winzige einzellige Tierchen und auch Milben ansiedeln, die alle ebenfalls Substanzen an die Raumluft abgeben.

Es sind also nicht immer nur die Schimmelpilze, die eine gesundheitliche Belastung darstellen.
Allein das ständige Bewohnen einer zu feuchten Wohnung kann schon eine belastende Wirkung auf unseren Organismus haben.

Als Prophylaxe gegen Schimmelbefall ist immer ein entsprechendes Heiz- und Lüftungsverhalten zu nennen. Eine Raumtemperatur von 20°C und eine Luftfeuchtigkeit von 50% (im Altbau darf es auch gerne etwas weniger Feuchtigkeit sein) sind als guter Richtwert anzusehen.

Mein Tipp:                                                                                                                  

Bei Schimmelbefall sofort handeln. Dokumentieren Sie den Schimmel und melden ihn ordnungsgemäß bei ihrem Vermieter an. Danach erfolgt umgehend eine Desinfizierung, damit die Belastung nicht größer wird. Anschließend muss die Ursache gefunden werden.

  1. Telefon: 06103 – 69611

Schimmelprobleme?

Sie haben Probleme mit Schimmel oder anderen Bauschäden?

Das kann ich für Sie tun:

  • Feststellung und Dokumentation des Ist-Zustandes.
  • Analyse der Ursachen mit möglichen Lösungen zu den Feuchte- und
    Schimmelproblemen.
  • Langzeitmessung mit Datenlogger. Im Zeitraum der Messung werden
    Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit regelmäßig gemessen und
    abgespeichert.
  • Wärmebrückenberechnung
  • Gebäudethermografie
  • Beratung und Aufklärung der bauphysikalischen Zusammenhänge
    und Ursachen.

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