Schimmel in der Wohnung – Tipps zur Prävention
Meistens wird Schimmel durch eine hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung verursacht. Dabei können verschiedene Faktoren ursächlich sein: Zu wenig Lüften, falsches oder schlechtes Lüften sowie unzureichendes Heizen. Aber auch Baufehler in neueren Häusern oder eine schlechte Bausubstanz bei älteren Häusern können ebenfalls zu den Ursachen gehören. Schimmel in der Wohnung ist nicht nur eklig, sondern auch gesundheitsschädlich. Vor allem für Kinder und ältere Menschen kann Schimmel ernsthafte Folgen haben. Jedoch muss nicht jede Spur von Schimmel umgehend mit einem großen Risiko in Verbindung gebracht werden. Kleine Flecken, wie beispielsweise an den Fliesenfugen oder im Duschbereich, sind aufgrund ihrer Größe zunächst erstmal unbedenklich, sollten aber auf lange Sicht ebenfalls vermieden bzw. beseitigt werden. Anders sieht es aus, sobald der Schimmel Farbe annimmt oder flächendeckend auftritt – hier sollte sofort gehandelt werden.
Schimmel ist ein Pilz, der sich von organischem Material ernährt. Das können abgestorbene Pflanzenreste, Hautschuppen oder Haare sein. Die optimale Umgebung für Schimmelpilze ist warm (15-25 Grad Celsius), feucht und dunkel. Dies trifft vor allem auf Räume zu, in denen häufig gekocht oder geduscht wird – Küche und Bad eignen sich daher ideal für Schimmelpilze. Auch schlecht gelüftete Räume begünstigen die Bildung von Schimmel. Wenn immer dieselbe Luft mit Feuchtigkeit beladen umherzieht, steigen die Chancen für das Entstehen des Pilzes enorm an. Werden diese Bedingungen erfüllt und findet der Schimmelpilz passendes Nahrungsmaterial vor (also beispielsweise abgestorbene Hautschuppen), vermehrt er sich rasant. Innerhalb weniger Tage kann aus einem kleinen Schimmelfleck ein großer, unschöner Fleck werden.
Damit es erst gar nicht zur Schimmelbildung kommt, helfen die nachfolgenden Tipps:
- Vermeiden Sie hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Wenn die Luftfeuchtigkeit bereits sehr hoch ist, führt jedes Duschen oder Kochen zu einer weiteren Belastung der Raumluft und der Schimmelpilz kann sich noch leichter ausbreiten.
- Stellen Sie sicher, dass in Ihrer Wohnung genügend gelüftet wird. Lüften Sie mehrmals täglich für jeweils 10-15 Minuten, um die Luftfeuchtigkeit so gering wie möglich zu halten.
- Achten Sie darauf, dass Heizkörper und andere Wärmequellen nicht von Vorhängen oder Möbeln blockiert werden. Dadurch kann die Feuchtigkeit nicht richtig entweichen und der Schimmelpilz kann sich leichter ausbreiten.
- Wischen Sie abgeduschte Badezimmerflächen regelmäßig mit einem trockenen Tuch ab, um die Restfeuchtigkeit zu entfernen. Ein weiterer Tipp ist, die nassen Handtücher im Freien zu trocknen (wenn möglich). Der Trocknungsprozess der Handtücher lässt die Luftfeuchtigkeit ebenfalls ansteigen.
- Verwenden Sie in Ihrer Küche eine Dunstabzugshaube beim Kochen, um die entstehende Feuchtigkeit zu entfernen. Achtung: Eine Dunstabzugshaube, die mit Umluft arbeitet, führt die Feuchtigkeit nicht nach außen ab. Daher ist es von Vorteil, beim oder unmittelbar nach dem Kochen das Fenster zu öffnen.
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